Schlagwort-Archiv: Kindle

Anleitung: So wird der Kindle Bildschirmschoner deaktiviert

Lässt sich auch abschalten: Der Bildschirmschoner des Kindle

Amazons eBook Reader Kindle 4 besitzt einen Bildschirmschoner, der sich nach einer kurzen Inaktivität automatisch einschaltet und abwechselnd verschiedene Motive darstellt. Abstellen lässt sich der Bildschirmschoner indem die Ein-/ Aus-Taste gedrückt wird, die seitlich unten platziert ist.

Praktischer wäre es doch, wenn der Kindle statt dem Bildschirmschoner schlichtweg die zuletzt aufgerufene Seite dauerhaft auf dem Bildschirm anzeigt. Offiziell bietet der Kindle diese Funktion nicht an, mit einem kleinen Trick lässt sich der Kindle Bildschormschoner dennoch aktivieren:

  1. Zum HOME Bildschirm gehen.
  2. Mit einem Klick auf die “Tastatur”-Taste die Suchfunktion aufrufen.
  3. In die Suche den Text ;debugOn eingeben. Dabei unbedingt die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigen.
  4. Mit ENTER die Eingabe bestätigen
  5. ~disableScreensaver  eingeben, auch hierbei wieder die Groß- und Kleinschreibung beachten.
  6. Mit ENTER die Eingabe bestätigen
  7. ;debugOff eingeben
  8. Die Eingabe erneut mit ENTER bestätigen.

Mächte man den Bildschirmschoner erneut aktivieren, wird die Prozdur wiederholt. Anstatt ~disableScreensaver gibt man jedoch ~resumeScreensaver ein. Ich konnte mit diesem Trick den Bildschirmschoner meines Kindle erfolgreich deaktivieren und konnte keine größeren Probleme feststellen. Die Akkulaufzeit ist offenbar aber etwas kürzer als mit aktivierten Bildschirmschoner.

 

Kindle 4 im Test: Ein empfehlenswerter eBook Reader?

Der Kindle 4 von Amazon ist jetzt für rund 100 Euro zu haben. Wir haben uns das tragbare Lesegerät in einem Test genauer angeschaut und erläutern die Vor- und Nachteile.

Technische Fakten

Der Kindle 4 von Amazon (klicken für eine größere Ansicht)

Der Kindle 4 besitzt ein 6 Zoll großes Display, das eine Auflösung von 600 x 800 Pixeln bei 167 dpi erreicht und 16 Graustufen darstellt. Das Gerät misst 166 mm x 144 mm x 8,7 mm und kommt auf ein Gewicht von nur 170 Gramm. Amazon hat das Gerät

mit 2 GB Speicher ausgestattet – davon stehen rund 1,25 GB für Nutzerinhalte zur Verfügung. 1,25 GB hören sich überschaubar an, für einen eBook Reader reichen sie jedoch völlig aus – reicht der Speicher doch für rund 1400 Bücher. Der Kindle 4 ist zudem mit WLAN ausgestattet, um neue Bücher im Amazon Kindle Shop kaufen zu können.

Lieferumfang

Der Kindle wird in einer umweltfreundlichen Verpackung geliefert (klicken für eine größere Ansicht).

Der Lieferumfang des Kindle 4 ist überschaubar: Neben dem Lesegerät befindet sich lediglich ein USB-Ladekabel im umweltfreundlichen Pappkarton. Ein Netzadapter, mit dem das Gerät auch an einer Steckdose aufgeladen werden kann, sucht der Käufer genauso vergeblich wie eine Schutzhülle für den sicheren Transport. Angesichts des relativ günstigen Preises ist der geringe Lieferumfang aber verschmerzbar.

Verarbeitung

Der Kindle 4 ist hochwertig verarbeitet und wirkt relativ robust. Den ein oder anderen Sturz aus geringer Höhe dürfte der Kindle locker wegstecken – auch wenn wir das aus nachvollziehbaren Gründen in unserem Test nicht ausprobiert haben.

Hochwertig und robust: Die Verarbeitung des Kindle 4 ist einwandfrei (klicken für eine größere Ansicht).

Mit seinem geringen Gewicht von nur 170 Gramm und den kompakten Abmessungen liegt das Gerät gut und sicher in der Hand.

Displayqualität des Kindle 4

Amazon setzt bei dem Gerät auf die so genannten “E Ink” Technologie (elektronische Tinte), die speziell für eBook Reader entwickelt wurde. Damit unterscheidet sich das Display des Kindle 4 deutlich von “klassischen” Displays, wie sie beispielsweise bei Tablet PCs zum Einsatz kommen. Die elektronische Tinte stellt Text gestochen scharf und äußerst lesefreundlich dar. Für die Darstellung von Bildern eignet sich die Technik allerdings nur eingeschränkt, da lediglich 16 Graustufen und keine Farben unterstützt werden.

Gestochen scharf: Das E-Ink Display des Kindle 4 (klicken für eine größere Ansicht)

Im Gegensatz zu klassischen Displays besitzt der Kindle 4 keine Hintergrundbeleuchtung – wer im Dunkeln lesen möchte, muss eine Lampe einschalten. Die fehlende Hintergrundbeleuchtung ermöglicht gleichzeitig aber auch eine angenehme stundenlange Lektüre, während die Augen bei klassischen Displays relativ schnell ermüden. Ein weiterer Pluspunkt des Kindle im Vergleich zu einem Apple iPad oder anderen Tablet PCs: Dank der elektronischen Tinte und des entspiegelten Displays können Bücher auch problemlos bei Sonnenschein gelesen werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir von der Darstellungsqualität des Kindle 4 positiv überrascht waren. Der Text wird scharf und mit einem ausreichenden Kontrast dargestellt und wirkt fast wie gedruckt.

Funktionsumfang

Der Kindle 4 ist als reiner eBook Reader konzipiert und hierfür ist er auch eine ideale Wahl. Zusatzfunktionen wie einen MP3-Player bietet das Gerät nicht. Unserer Meinung nach macht die Reduktion auf das Wesentliche aber durchaus Sinn, schließlich unterstützt fast jedes Handy die Wiedergabe von MP3-Dateien.

Als zusätzliche Funktion bietet der Kindle 4 aber noch einen Webbrowser an, den Amazon allerdings noch als “Experimentell” bezeichnet. In unserem Test hat der Browser grundsätzlich zwar reibungslos funktioniert, die E-Ink Displaytechnologie schränkt die Praxistauglichkeit jedoch recht stark ein – letztendlich wurde sie eben für die Darstellung von Text und nicht für Ausflüge ins Web entwickelt. Praktisch ist hingegen der Artikelmodus, der nach der Aktivierung Navigationselemente, Werbung und ähnliche Elemente einer Website entfernt. Übrig bleibt der reine Text, der auf dem Kindle einwandfrei dargestellt wird.

Nicht dicker als ein Bleistift: Der Kindle überzeugt mit kompakten Abmessungen (klicken für eine größere Ansicht)

Im Gegensatz zum Kindle Keyboard besitzt der Kindle 4 keine physische Tastatur. Texte müssen also umständlich über eine Bildschirmtastatur eingegeben werden, wobei jeder Buchstabe mit der Vierwegtaste unter dem Display “angesteuert” werden muss. Für die Eingabe von Buchtiteln im Kindle Shop ist das in Ordnung, wer jedoch Notizen in seinen Büchern machen möchte, sollte eher zu dem Kindle Keyboard Modell greifen.

Neue Bücher können auf dem Gerät nur im Amazon Kindle Shop gekauft werden – der Zugriff auf andere eBook Shops ist nicht möglich. Immerhin unterstützt das Gerät die Darstellung von Text- sowie PDF-Dateien und (nach einer Konvertierung über das Amazon Kindle Portal) das DOC- und HTML-Format.

Übrigens: Onlinedienste wie Klip.me erstellen aus RSS-Feeds elektronische Bücher und liefern sie jeden Tag frisch auf den Kindle (siehe auch: RSS-Feeds auf dem Kindle lesen). Außerdem lassen sich beispielsweise mit Readability Texte von Websites mit einem Klick zum Kindle senden. Wer neues Lesefutter sucht, muss also nicht zwingend im Kindle Shop einkaufen gehen.

Akkulaufzeit

Der integrierte Akku schafft eine beachtliche Laufzeit von rund einem Monat. Sofern die WLAN-Funktion dauerhaft eingeschaltet ist, reduziert sich die Laufzeit auf rund drei Wochen. Anschließend wird der Kindle mit dem mitgelieferten USB-Kabel am Rechner aufgeladen, was rund drei Stunden dauert. Optional ist natürlich auch ein Netzadapter erhältlich, damit für den Ladevorgang nicht immer der Rechner eingeschaltet werden muss.

Überblick: Die Vor und Nachteile

Pro

  • optimale Textdarstellung (vergleichbar mit einem Buch)
  • lange Akkulaufzeit (rund ein Monat)
  • relativ günstiger Preis
  • kompakt und leicht
  • einfache Bedienung
  • (experimenteller) Webbrowser



Contra

  • Texteingabe nur über Bildschirmtastatur
  • unterstützt nicht das Epub-Format (nur AZW, TXT, PDF. DOC und HTML nach Konvertierung)
  • kein Netzadapter im Lieferumfang


Fazit des Kindle 4 Test

Der Kindle 4 ist ein empfehlenswerter eBook Reader. Der Preis von rund 100 Euro ist fair und angemessen, zumal das Gerät hochwertig verarbeitet ist. Vor dem Kauf sollte man sich allerdings darüber im klaren sein, dass noch längst nicht jedes Buch als eBook im Kindle Shop erhältlich ist. Laut Amazon sind aktuell rund 950.000 Titel verfügbar, wobei das Sortiment ständig erweitert wird.

RSS-Feeds auf dem Kindle lesen

Klip.me bringt RSS-Feeds bequem auf den Kindle

Der neue Kindle ist aktuell das meistverkaufte Produkt auf Amazon.de. Vielleicht lag auch bei Euch der eBook-Reader unter dem Weihnachtsbaum und Ihr sucht jetzt nach Lesefutter für den Reader? Dann ist Klip.me sicherlich für Euch interessant.

Der kostenlose Onlinedienst liefert die RSS-Feeds aus Eurem Google Reader Account täglich frisch auf Euren Kindle – sogar die Uhrzeit der “Lieferung” könnt Ihr selber einstellen, damit die frischen Inhalte beispielsweise pünktlich für die Morgenlektüre auf Eurem eBook Reader landen.

Auf Wunsch werden nur die Inhalte aus einem bestimmten Google Reader Ordner für den Kindle aufbereitet. Tipp: Einfach einen neuen Ordner “Kindle” im Google Reader anlegen und dort die RSS-Feeds einsortieren, die Ihr auf dem Kindle lesen möchtet.

Damit der Dienst funktioniert, müsst Ihr die E-Mail-Adresse kindle@klip.me in Eurem Amazon Kindle Konto unter “Persönliche Dokumtenten-Einstellungen” / “E-Mail-Liste für genehmigte persönliche Dokumente” eintragen.

www.klip.me

Alternative zu Klip.me: Kindlefeeder bringt RSS-Feeds auf den Kindle

Kindlefeeder.com bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie Klip.me: Der Dienst liefert RSS-Feeds auf Euren Kindle. Im Gegensatz zu Klip.me wird jedoch kein Google Konto benötigt – stattdessen könnt Ihr die gewünschten RSS-Feeds direkt auf der Seite eintragen. Dafür ist die kostenlose Version von Kindlefeeder allerdings auf 12 Feeds beschränkt. Hinzu kommt, dass der “Lieferungszeitpunkt” nicht frei gewählt werden kann.