Dirt Devil Evo im Test: Wie gut funktioniert der Wischroboter?

Update: Der Dirt Devil Evo wird mittlerweile von der Firma iRobot unter dem Namen iRobot Braava 380 Wischroboter verkauft. Das Gerät ist baugleich mit dem hier vorgestellten Dirt Devil Evo.

Ein Roboter, der künftig den Boden wischen soll? Die Idee klingt sicherlich gut, dennoch war ich skeptisch, ob der Wischroboter Dirt Devil Evo tatsächlich eine Arbeitserleichterung ist. Seit einigen Tagen ist das kleine Gerät jetzt im Einsatz – Zeit in einem Testbericht die Vor- und Nachteile des Roboters vorzustellen.

Den Dirt Devil Evo habe ich bei MyRobotcenter.de erworben. Der Wischroboter ist dort aktuell für 299,00 Euro erhältlich und wurde innerhalb von zwei Tagen geliefert. Auf der Website des Shops finden sich übrigens auch viele Hintergrundinformationen zu Haushaltsrobotern.

Der Dirt Devil Evo im Test: Wir haben den Wischroboter unter die Lupe genommen (klicken für eine größere Ansicht)

Zunächst zur Funktionsweise des Geräts: Im Gegensatz zu Staubsaugerrobotern wie beispielsweise den Samsung NaviBot SR-8855 nimmt der Dirt Devil Staub und Schmutz mit einem trockenen oder nassen Tuch auf. Der Wischroboter eignet sich dementsprechend nicht für die Reinigung von Teppichböden, sondern ausschließlich für das Wischen von Fliesen, Laminat oder anderen glatten Böden.

Bedienung

Die Inbetriebnahme und die Bedienung des Evos ist relativ simpel. Im Paket befindet sich neben dem Wischroboter ein kleiner Würfel, der im Raum (z.B. auf einem Tisch) platziert wird und – vergleichbar mit einem Navigationssystem und Satelliten – als Orientierungshilfe für den Evo dient. Der Hersteller bezeichnet die Technik dementsprechend als “Indoor GPS”.

Bevor es losgeht wird dann eines der mitgelieferten Tücher unter dem Gerät befestigt.  Neben den waschbaren Mikrofasertüchern können auch weitere Staubtücher (z.B. von Swiffer) verwendet werden. Anschließend wird das Gerät eingeschaltet und der Reinigungsmodus ausgewählt. Aktiviert man den Trockenreinigungsmodus fährt der wischende Bewegungen aus.

Reinigungsleistung des Dirt Devil Evo

Die Reiniungsleistung kann sich sowohl im Trocken- als auch im Nassmodus sehen lassen. Der Evo nimmt Staub zuverlässig auf und kann im Wischmodus leichtere Verschmutzungen, wie beispielsweise Fußspuren auf dem Laminat neben der Gartentür, gut entfernen. Sehr grobe Verschmutzungen schafft der Evo allerdings nicht, hier muss der Besitzer also gegebenenfalls selber zum Wischmob greifen. Je nach Raumgröße ist es zudem erforderlich das Tuch unter dem Evo auszutauschen, beziehungsweise kurz auszuwaschen. Dennoch hat mich die Reinungsleistung des Dirt Devil Evo positiv überrascht und schon nach einigen Minuten Betrieb war klar, dass das Gerät tatsächlich eine Arbeitserleichterung ist.

Überrascht war ich zudem von der guten Orientierung des Wischroboters. Das Gerät erkennt Treppenstufen, stoppt rechtzeitig und reinigt auch schwerer erreichbare Stellen, wie beispielsweise entlang von Stuhl- oder Tischbeinen. Praktisch: Aufgrund der flachen Bauweise des Geräts kann der Roboter auch zuverlässig unter Möbeln oder Betten wischen.

Der Wischrobter kann dank seiner flachen Bauweise auch unter Schränken reinigen (klicken für eine größere Ansicht)

Natürlich hat der Evo gelegentlich auch Orientierungsprobleme. Gerade in größeren Räumen kann es passieren, dass der Wischroboter den Überblick verliert. Wirklich störend ist das allerdings nicht – in diesen Fällen muss der Evo einfach noch einmal von vorne anfangen, damit der Raum vollständig gereinigt wird. Da das Gerät im Betrieb sehr leise ist (übrigens ein großer Pluspunkt im Vergleich zu vielen Staubsaugerrobotern) und unbeaufsichtigt den Raum reinigen kann, stört es mich nicht wenn er eine “Überstunde” einlegen muss.

Nachfolgend noch einmal die Vor- und Nachteile des Wischroboters.

Vorteile

  • Einfache Bedienung
  • gute Reinigunsleistung, auch in Raumecken
  • leise im Betrieb
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • relativ gute Orientierung im Raum
  • erkennt Treppenstufen und stoppt / wendet automatisch


Nachteile

  • (feuchtes) Tuch muss bei größeren Räumen gewechselt werden, Evo muss sich anschliessend neu orientieren
  • Akkulaufzeit könnte besser sein (Akku reicht für ein bis zwei Stunden)
  • lange Ladezeit (ca. 16 Stunden)
  • kein automatischer Start (z.B. zu einer bestimmten Uhrzeit)
  • keine Lichtschranken zur Absperrung von Bereichen, die nicht gereinigt werden sollen

 

Fazit

Mein Fazit des Dirt Devil Evo Test: Das Gerät ist ein zuverlässiger Wischroboter, der tatsächlich eine Arbeitserleichterung ist. Er eignet sich für die Reinigung von Laminat und Fliesen, ist im Betrieb überraschend leise und kann sich im Raum relativ gut orientieren. Als Wischroboter kann der Evo keinen gröberen Schmutz (kleine Steine, Krümel o.ä.) aufnehmen und dementsprechend keinen Staubsauger ersetzen. Staub nimmt er aber zuverlässig auf und auch der Wischmodus liefert ein gutes Ergebnis.

Übrigens: Bei Fragen zu den Themen Hausautomatisierung und Haushaltsroboter schaut mal bei smarthomeforum.de vorbei!

Nachfolgend noch ein kurzes Video, dass den Dirt Devil Evo während der Arbeit in meiner Küche zeigt.

3 Gedanken zu „Dirt Devil Evo im Test: Wie gut funktioniert der Wischroboter?

  1. Peat

    Hallo! Erstmal vielen Dank für den Testbericht. Ich habe mir u.a. wegen diesem Bericht den Wischroboter gekauft und bin damit sehr zufrieden.

    Ich suche jetzt im Moment das Handbuch für den Dirt Devil Evo, weiß jemand wo ich das finde?

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